MarsMensch

Heute wurde ich eingeladen,

„Diesen total verrückten Planeten zu verlassen und auf den Mars zu ziehen“ – Abflugzeit: 20 Uhr.

Ich erklärte (wahrheitsgemäß), dass ich das wirklich gerne täte. Aber heute schon? Das ist mir zu kurzfristig. Ich weiß ja gar nicht wie das Mars-Wetter um diese Jahreszeit so ist und ob ich dafür die richtige Kleidung im Schrank habe. Vielleicht müsste ich zuvor noch bei NASA schoppen gehen. Nein, das würde ich wahrscheinlich nicht bis zwanzig Uhr schaffen. Aus diesem Grund (und wegen meiner anhaltenden Frühjahrs-Lethargie) lehnte ich höflich ab.  Es tat mir (erstaunlicherweise) sehr leid,  wie betrübt er darüber schien.

Wie auch immer. Ich hörte dem jungen Mann noch eine Weile zu und kritzelte nebenbei das Wort „psychotisch“ auf einen Zettel. Doch dann passierte etwas Merkwürdiges. Für einen (viel zu langen) Augenblick war ich gewillt, dieses böse Wort wieder zu streichen. Denn diese ganze „Szene“ und dieser wirklich überzeugende Mann erinnerten mich zunehmend an den Film „K-Pax“.  Und ebenso wie Jeff Bridges in diesem großartigen Film spürte ich sofort eine starke Verbindung zu diesem (Mars-)Menschen. Es ging sogar so weit, dass ich, als er fort ging (bzw. gegangen wurde), das Gefühl hatte, einen guten Freund verloren zuhaben. Glaubt es oder glaubt es nicht. Aber genauso war es!

So, und nun denke ich  – hätte ich mir doch nicht nur den Zeitpunkt, sondern auch den Ort der Abreise notiert. Ich meine … Wer weiß … (schon überhaupt irgendwas?)

Einen (existenziell-philosophischen) Donnerstag wünscht Euch herzlichst
Eure Joan

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