(Wut)Wort zum Sonntag

Autoren sollten wieder in einer Welt, ohne Social Media & Co. leben. Dann würden sie auch wieder mehr Zeit für die Qualität ihrer Bücher aufbringen.

Dieses Angebiedere, Selbtstangepreise und Dauerpräzensgehabe (selbst von Verlagsautoren) ist einfach nur widerlich. Auch glaube ich, dass die Selbstverleger einen großen Fehler machen, wenn sie glauben, dass ihr »Quantität vor Qualität«-Gebaren sie zu Schriftstellern macht. Aber das Gleiche ist ja auch in der Musikbranche zu beobachten.
Es ist absolut nichts schick daran, Autor zu sein – nein, es ist ätzend, einsam und anstrengend, auslaugend und immer ein wenig selbstzerstörerisch. Zumindest, wenn man es richtig machen will. Wenn mir jetzt einer mit: »Es gibt in der Kunst kein Richtig und Falsch« kommt, dann zwinge ich ihn mit dem Buch »Fifty Shades auf Grey« auf eine einsame Insel. Spätestens nach dem zweiten Durchlesen dieses … Dinges … müsste ihn der Würgereiz übermannen. Zumindest, wenn er oder sie sich tatsächlich und jemals mit geschriebener Sprache auseinandergesetzt hat.
Nein, das Autorenleben ist (in der Regel) sehr, sehr weit entfernt von Erfolg und Bewunderung. Doch es scheint, als wären ausgerechnet Ruhm und Reichtum, der eigentliche Antrieb für die meisten dieser (leider oft auch dauerpräsenten) »Kunstschaffenden«. Das ist so durchsichtig und peinlich. Aber warum schämen die sich nicht? Sind Bescheidenheit (oder wenigstens Zurückhaltung) und Selbstkritik ein Knockout-Kriterium für Autoren? Dann bin ich raus.

Und schlimmer noch. Ist das der Grund dafür, dass man erst durch Berge von Scheiße waten muss, bis man endlich mal wieder ein gutes Buch in die Hände bekommt.

Eure Joan
(…hatte erst einen Kaffee an diesem Morgen)

 

 

 

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